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RechtGPT Alternative für Österreich: CASUS im Vergleich

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Wer wir sind

RechtGPT Alternative für österreichische Kanzleien gesucht? Für Teams, die österreichische Rechtsrecherche mit Entwurf, Vertragsprüfung, Dossiers und Microsoft Word verbinden möchten, ist CASUS die stärkere Wahl. RechtGPT bietet einen niedrigeren Einstiegspreis für kontingentierte Abfragen. Entscheidend ist deshalb, ob einzelne Recherchefragen oder ein durchgängiger Dokumentenworkflow im Mittelpunkt stehen.

Kurzvergleich für österreichische Kanzleien

Beide Anbieter verbinden Recherche und Dokumentenfunktionen, gewichten sie aber unterschiedlich. CASUS kombiniert rund 1,5 Millionen österreichische Einträge aus Gesetzgebung und Rechtsprechung mit einem dokumentennahen Web- und Word-Workflow. RechtGPT stellt die quellenbasierte Beantwortung von Rechtsfragen in den Vordergrund und arbeitet laut öffentlicher Preisliste mit begrenzten Abfragekontingenten.

Kriterium

CASUS

RechtGPT

Grundausrichtung

Web-Anwendung und Word-Add-in für Entwurf, Prüfung und Bearbeitung juristischer Dokumente

Recherche, Entwürfe und Dokumentenanalyse über mehrere Rechtsordnungen

Österreichische Rechtsquellen

Rund 1,5 Millionen Einträge aus Gesetzgebung und Rechtsprechung; Bestände aus RIS, Landesrecht, OGH, VwGH, VfGH, FMA, BWB und Findok

RIS-Bundes- und Landesrecht, RIS-Judikatur, Findok-BFG-, BMF- und FMA-Material laut Anbieter

Microsoft Word

Bestandteil des dokumentennahen Kernworkflows

Nutzung in Word und Word-Export laut Anbieter dokumentiert

Dokumente

Einzelne Dokumente sowie Dossiers mit bis zu 1.000 Dokumenten

Dokumentenerstellung, Analyse, Fragen zu Dokumenten und OCR-Verarbeitung

Eigene Quellen

Einsatz und Freigabe im vorgesehenen Team-Workflow prüfen

Ab Business und Enterprise im Abo teilbar

Kostenlos testen

14 Tage

Sieben Fragen laut Anbieter

Öffentliche Preise

Standard netto EUR 155 monatlich oder EUR 1.560 jährlich pro Person

Starter EUR 29, Business EUR 49 und Enterprise EUR 29 monatlich pro Person, jeweils mit Abfragekontingent beziehungsweise Mindestlizenzzahl

Besonders geeignet für

Teams, die Recherche und anschließende Dokumentenarbeit verbinden

Teams mit klar begrenztem, abfragebasiertem Recherchebedarf

Der Vergleich verwendet öffentlich dokumentierte Angaben mit Stand 2. September 2026. Funktionen, Quellenumfang, Datenflüsse und Vertragsbedingungen sollten vor einer Beschaffung erneut anhand der aktuellen Unterlagen geprüft werden.

Was RechtGPT aktuell anbietet

RechtGPT beschreibt sich als juristische KI für Österreich, Deutschland, die Schweiz, Liechtenstein und das Recht der Europäischen Union. Rechtsfragen werden in natürlicher Sprache gestellt und mit Quellverweisen beantwortet. Zum Angebot gehören laut aktueller Website außerdem die Smarte Akte, ein Rechtsmittelagent, Vertrags- und Schriftsatzentwürfe, Dokumentenanalyse, OCR und eigene Quellen ab bestimmten Paketen.

Die österreichische Quellenliste auf der RechtGPT-Produktseite umfasst RIS-Bundesrecht und Landesrecht, Judikatur von VfGH, VwGH, OGH, OLG, LG, BVwG, LVwG und DSB, Findok-BFG-Material, BMF-Richtlinien, Erlässe und EAS-Auskünfte sowie FMA-Material. Der Anbieter gibt tägliche Aktualisierungen an.

RechtGPT dokumentiert zudem die Nutzung in Microsoft Word, Copilot, Teams und Outlook. Dokumente können erstellt, analysiert und per OCR verarbeitet werden; Antworten lassen sich als Word-Datei exportieren. Diese Funktionsbreite spricht dafür, den Anbieter nicht auf reine Recherche zu reduzieren.

Wann CASUS die bessere Wahl ist

CASUS spielt seine Stärke aus, wenn nach einer Rechtsfrage regelmäßig Arbeit an bestehenden Dokumenten folgt. Die Plattform ist als Web-Anwendung und Microsoft-Word-Add-in für ausgebildete Rechtsfachpersonen konzipiert. Entwurf, Prüfung und Bearbeitung können dadurch näher an der Fassung stattfinden, die später abgestimmt oder versendet wird.

Für umfangreichere Vorgänge lassen sich in CASUS Dossiers mit bis zu 1.000 Dokumenten anlegen. Der gesamte Bestand kann über mehrere Chats hinweg analysiert werden, wobei Fundstellen genannt werden. Das eignet sich etwa für größere Dokumentenreviews, Wissensmanagement und Due Diligence. KI-Ergebnisse bleiben Vorschläge und benötigen vor der Verwendung eine juristische Schlusskontrolle.

RechtGPT dokumentiert selbst Dokumentenfunktionen und Word-Nutzung. Der Vorteil von CASUS liegt deshalb nicht in einer einzelnen Checkbox, sondern in der Verbindung von Recherche, strukturiertem Review, Dossiers und der weiteren Bearbeitung in Web und Word. Das ist besonders relevant für Kanzleien, die mehrere Arbeitsschritte in einem durchgängigen Workflow abbilden möchten.

Österreichische Rechtsquellen prüfen

Die öffentlich sichtbare RechtGPT-Liste ist für Österreich detailliert. Trotzdem sollte eine Kanzlei nicht von der Nennung einer Quelle auf vollständige Abdeckung für jedes Rechtsgebiet schließen. Ein aussagekräftiger Test verwendet aktuelle und ältere Entscheidungen, eindeutige Fundstellen, mehrere mögliche Rechtsgrundlagen und mindestens eine Frage aus einem spezialisierten Tätigkeitsgebiet.

Bewertet werden Antwort, Aktualität, Fundstelle und die Möglichkeit, die maßgebliche Passage in der Originalquelle zu prüfen. Gerade bei RIS-Inhalten ist der bloße Zugriff auf frei verfügbare Dokumente nicht das einzige Qualitätsmerkmal. Entscheidend sind Treffergenauigkeit, Einordnung und Nachvollziehbarkeit.

In der webbasierten CASUS-Rechtsrecherche sind aktuell rund 1,5 Millionen Einträge aus österreichischer Gesetzgebung und Rechtsprechung durchsuchbar. Die angebundenen Bestände umfassen Bundes- und Landesrecht sowie Rechtsprechungseinträge aus RIS, OGH, VwGH, VfGH, FMA, BWB und Findok.

Die Zahl ist bewusst gerundet und bezeichnet indexierte Einträge, nicht garantiert 1,5 Millionen einzigartige Dokumente. Sie ist daher weder eine Behauptung über den vollständigen RIS-Bestand noch eine Vollständigkeitsgarantie für jedes Rechtsgebiet.

Wer den gesamten österreichischen Markt statt nur RechtGPT und CASUS einordnen möchte, findet im Vergleich von Legal-AI-Anbietern für Österreich den breiteren Überblick.

Word- und Vertragsworkflow vergleichen

Beide Anbieter nennen Microsoft Word. Im Praxistest sollte deshalb nicht nur geprüft werden, ob eine Integration vorhanden ist. Relevant ist, wie ein Dokument mit komplexer Nummerierung, Kommentaren, Änderungsverfolgung und internen Vorlagen verarbeitet wird und wie kontrolliert Ergebnisse in die laufende Fassung einfließen.

Für CASUS kann ein strukturierter Risk Review am geöffneten Dokument getestet werden. Bei RechtGPT sollte derselbe Vertrag für Dokumentenanalyse, Rückfragen, Entwurf und Word-Nutzung eingesetzt werden. So lässt sich vergleichen, welcher Ablauf die gewünschte Prüfungstiefe erreicht und wie viel Nachbearbeitung erforderlich ist.

Erkennung und juristische Beurteilung werden getrennt bewertet. Eine gefundene Passage ist noch keine belastbare Handlungsempfehlung. Ebenso kann eine fachlich gute Antwort im Alltag wenig helfen, wenn sie nur mit hohem Formatierungsaufwand in das Dokument übernommen werden kann.

Datenschutz und Berufsgeheimnis

RechtGPT erklärt auf seiner Website, unter anderem OpenAI-Modelle in der EU-Microsoft-Azure-Cloud einzusetzen. Der Anbieter bietet eine Pseudonymisierungsfunktion und beschreibt die serverseitige Speicherung von Anfragen, Antworten und Dokumenten als optional. Die öffentliche Seite nennt keine konkrete Azure-Region und ersetzt nicht die Prüfung der Vertragsunterlagen.

CASUS dokumentiert in seiner Sicherheitsübersicht, dass Client-Matter-Content und Workspace-Daten in der Google-Cloud-Region Zürich gespeichert werden. KI-Inferenz erfolgt in EU- oder Schweizer Regionen. Kundendaten werden nach den freigegebenen Sicherheitsangaben nicht für Training oder Fine-Tuning genutzt; für die eingesetzten LLM-Anbieter bestehen Zero-Data-Retention-Regelungen.

Für österreichische Kanzleien gehören Auftragsverarbeitung, Unterauftragsverarbeiter, Speicheroptionen, Aufbewahrung und Löschung, Rollen und Zugriffe sowie die vertragliche Behandlung vertraulicher Mandatsinhalte auf die Prüfliste. Allgemeine Aussagen zu DSGVO oder Standeskonformität sind ein Ausgangspunkt, aber keine abschließende berufsrechtliche Bewertung.

Preise und Abfragekontingente

CASUS kann 14 Tage kostenlos getestet werden. Danach kostet Standard netto EUR 155 pro Person und Monat bei monatlicher Abrechnung. Bei jährlicher Abrechnung sind es EUR 1.560 pro Person und Jahr, entsprechend EUR 130 pro Monat. Die aktuelle Preisübersicht nennt daneben Advanced für Organisationen auf Anfrage.

Bei RechtGPT umfasst der kostenlose Test laut Anbieter sieben Fragen. Starter kostet netto EUR 29 mit 50 Abfragen pro Person und Monat, Business EUR 49 mit 250 Abfragen. Enterprise kostet EUR 29 pro Person und Monat, umfasst 100 Abfragen und setzt mindestens fünf Lizenzen voraus. Laut Anbieter kann monatlich gewechselt oder gekündigt werden.

Ein direkter Preisvergleich ohne Nutzungsprofil wäre irreführend. RechtGPT rechnet nach Abfragen ab, während CASUS Standard nach der veröffentlichten Preisstruktur nicht auf demselben Kontingentmodell beruht. Zu vergleichen sind daher monatliches Recherchevolumen, benötigte Dokumentenfunktionen, Nutzerzahl, Einführung und mögliche zusätzliche Werkzeuge.

Praxistest mit österreichischen Fällen

Ein sinnvoller Pilot umfasst drei bis fünf wiederkehrende Aufgaben. Geeignet sind eine österreichische Rechtsfrage mit bekannter RIS-Fundstelle, ein Rechtsmittelentwurf, die Analyse eines eingescannten Dokuments, die Prüfung eines bestehenden Vertrags und eine Änderung in einer komplex formatierten Word-Datei.

Für jeden Fall werden Bearbeitungszeit, Vollständigkeit, Quellenqualität, Fehlerschwere, Nacharbeit und Bedienbarkeit dokumentiert. Bei RechtGPT sollte zusätzlich erfasst werden, wie viele Abfragen ein typischer Vorgang verbraucht. Dadurch wird sichtbar, ob das gewählte Paket zum tatsächlichen Monatsbedarf passt.

Der Pilot sollte deshalb bei CASUS den vollständigen Ablauf aus Recherche, Dokumentenprüfung, Dossiers und Word-Bearbeitung testen. RechtGPT dient als Vergleich für die stärker abfragebasierte Recherche und den niedrigeren Einstiegspreis.

Fazit

Für Kanzleien, die Rechtsrecherche, Vertragsprüfung, Dossiers und Microsoft Word in einem durchgängigen Arbeitsablauf verbinden möchten, ist CASUS in diesem Vergleich die stärkere Wahl. Dafür sprechen rund 1,5 Millionen Einträge aus österreichischer Gesetzgebung und Rechtsprechung, der dokumentennahe Workflow und ein 14-tägiger kostenloser Test.

RechtGPT bleibt interessant, wenn ein niedriger Einstiegspreis und eine begrenzte Zahl einzelner Rechercheabfragen im Vordergrund stehen. Wer den umfassenderen CASUS-Workflow prüfen möchte, kann CASUS 14 Tage kostenlos testen oder zunächst das Word-Add-in ansehen.

FAQ

Welche RechtGPT Alternative eignet sich für österreichische Kanzleien?

CASUS passt besonders zu Kanzleien, die österreichische Rechtsrecherche mit Entwurf, Prüfung, Dossiers und der Bearbeitung in Microsoft Word verbinden wollen. RechtGPT kann passen, wenn vor allem einzelne Recherchefragen innerhalb eines festen Abfragekontingents beantwortet werden sollen.

Welche österreichischen Rechtsquellen durchsucht CASUS?

CASUS durchsucht rund 1,5 Millionen Einträge aus österreichischer Gesetzgebung und Rechtsprechung. Die angebundenen Bestände umfassen Bundes- und Landesrecht sowie Rechtsprechungseinträge aus RIS, OGH, VwGH, VfGH, FMA, BWB und Findok. Die Zahl steht für indexierte Einträge und nicht für eine Vollständigkeitsgarantie.

Was ist der Unterschied zwischen RIS-Recherche und Vertragsprüfung?

RIS-Recherche beantwortet eine Rechtsfrage anhand österreichischer Primärquellen. Vertragsprüfung beginnt bei einem vorhandenen Dokument und bewertet dessen Regelungen im konkreten Kontext. Beide Aufgaben können zusammengehören, benötigen aber unterschiedliche Testfälle und Qualitätskriterien.

Hat RechtGPT eine Word-Integration?

Ja. RechtGPT dokumentiert die Nutzung direkt in Microsoft Word sowie den Export von Antworten als Word-Datei. Wie gut Analyse, Entwurf und Weiterbearbeitung mit den eigenen Vorlagen funktionieren, sollte in einem Praxistest geprüft werden.

Was kosten CASUS und RechtGPT in Österreich?

CASUS kann 14 Tage kostenlos getestet werden. Standard kostet netto EUR 155 monatlich oder EUR 1.560 jährlich pro Person. RechtGPT nennt einen Test mit sieben Fragen sowie monatlich EUR 29 für Starter mit 50 Abfragen, EUR 49 für Business mit 250 Abfragen und EUR 29 für Enterprise mit 100 Abfragen ab fünf Lizenzen. Preisstand ist der 2. September 2026.

Was sollten Kanzleien bei Datenschutz und Berufsgeheimnis prüfen?

Zu prüfen sind Auftragsverarbeitung, Unterauftragsverarbeiter, konkrete Verarbeitungsregionen, optionale Speicherung, Aufbewahrung und Löschung sowie Rollen und Klartextzugriffe. Anbieterangaben zu DSGVO, Pseudonymisierung oder EU-Cloud sind wichtige Ausgangspunkte, ersetzen aber nicht die Prüfung des vorgesehenen Einsatzes und der Vertragsunterlagen.