CASUS ist für österreichische Kanzleien und Rechtsabteilungen die überzeugendere Legora Alternative, wenn lokale Rechtsrecherche, Dokumentenarbeit in Word, Reviews großer Dokumentenbestände, nachvollziehbare Kosten und ein direkter Testzugang zusammengehören sollen. Legora bietet das breitere Enterprise-Ökosystem und besonders weitreichende Zusammenarbeit und konfigurierbare Workflows. Für den typischen österreichischen DACH-Workflow empfehlen wir insgesamt CASUS.
CASUS und Legora auf einen Blick
Einkaufsfrage | CASUS | Legora |
|---|---|---|
Kernprofil | DACH-Legal-AI-Workspace für Recherche, Dokumente und Word | Internationaler Legal-AI-Workspace mit breitem Enterprise-Ökosystem |
Österreichische Rechtsrecherche | Rund 1,5 Millionen durchsuchbare Einträge aus Gesetzgebung und Rechtsprechung | Jurisdiktionsübergreifende Recherche; genaue österreichische Quellen im Angebot verifizieren |
Benannte Quellenfamilien | Bundes- und Landesrecht, RIS, OGH, VwGH, VfGH, Findok, FMA und BWB | Öffentliche Research-Seite veröffentlicht keine vollständige Österreich-Liste |
Microsoft Word | Entwurf, Prüfung, Bearbeitung, Benchmark, Schlusskontrolle und Anonymize | Entwurf, Redlining, Prüfung, Playbooks, Anonymisierung und Übersetzung |
Mehrere Dokumente | Dossiers bis 1.000 Dokumente; AI Data Room ohne feste Dokumentzahl-Grenze auch für Bestände mit Tausenden Dokumenten | Tabular Review für Tausende Dokumente und Echtzeit-Zusammenarbeit |
Öffentlicher Standardpreis | EUR 155 monatlich oder EUR 1.560 jährlich pro Person | Keine öffentliche Preisliste; Drittquellen nennen EUR 300 oder USD 400 monatlich sowie USD 5.000–8.000 jährlich pro Person |
Test und Beschaffung | 14 Tage kostenlos testen; Standard direkt zugänglich | Demo und individuelles Angebot |
Datenregion | Daten in der Schweiz und EU; KI-Inferenz in EU- oder Schweizer Regionen | EU-/EWR-Datenresidenz für die EU-Umgebung dokumentiert |
Das kurze Fazit
CASUS gewinnt diesen Vergleich für österreichische Teams, die eine konkret belegte lokale Quellenbasis, Word und transparente Beschaffung in einem Produkt suchen. Der Standardpreis ist sichtbar und die 14-tägige Testphase ermöglicht eine Prüfung mit eigenen Rechtsfragen und Dokumenten. Besonders stark ist die offen beschriebene Verbindung von österreichischer Gesetzgebung, Rechtsprechung und Behördenbeständen.
Legora gewinnt bei der Breite des Enterprise-Ökosystems. Die Plattform verbindet Word und Outlook mit Editor, Tabular Review, Legal Research, Portal, Workflows, Agent und weiteren Modulen. Besonders die öffentlich beschriebenen Funktionen für Echtzeit-Zusammenarbeit und komplexe Orchestrierung können für international koordinierte Teams wichtig sein.
Ein aktueller Vergleich muss Legoras leistungsfähiges Word Add-in, die ausdrückliche Positionierung für Boutique- und mittelgroße Kanzleien sowie die dokumentierte EU-Datenumgebung berücksichtigen. Legora ist zudem im österreichischen Markt präsent; die Kanzlei Schoenherr wird als Kunde genannt. Word, Playbooks und Anonymisierung sind deshalb keine einseitigen CASUS-Vorteile. Der belastbare Unterschied liegt in der öffentlich nachvollziehbaren österreichischen Recherche, den öffentlichen Preisen und dem direkten Testzugang.
Was Legora heute bietet
Legora ist kein reiner Chat und nicht nur ein Werkzeug für Vertragsprüfung. Das aktuelle Produkt umfasst Legal Research, Word und Outlook Add-ins, einen eigenen Editor, Tabular Review, konfigurierbare Workflows, einen Agent, Portal, Lists und Monitors. Die Module verbinden Recherche, Entwurf, Review, Wissensbestände und Zusammenarbeit.
Legora richtet sich nicht nur an internationale Großkanzleien. Der Anbieter bewirbt eine eigene Lösung für Boutique- und mittelgroße Kanzleien und spricht von einer Einführung innerhalb weniger Tage. Das ist eine Anbieterangabe und keine garantierte Projektdauer, belegt aber eine breitere Zielgruppe.
Österreichische Rechtsrecherche im Vergleich
In der webbasierten CASUS Legal Research sind rund 1,5 Millionen Einträge aus österreichischer Gesetzgebung und Rechtsprechung durchsuchbar. Die aktuelle Implementierung bindet Bundes- und Landesrecht sowie Rechtsprechungs- und Behördenbestände aus RIS, OGH, VwGH, VfGH, Findok, FMA und BWB an.
Die Zahl bezeichnet indexierte Einträge und nicht garantiert einzigartige Dokumente. Überschneidungen zwischen Quellenbeständen sind möglich, und die Nennung einer Quellenfamilie ist keine Vollständigkeitsgarantie für jeden einzelnen Bestand. Für die Beschaffung ist die Angabe trotzdem wertvoll, weil Umfang und Quellenarten vor einem Test konkret nachvollziehbar sind.
Legora beschreibt eine jurisdiktionsübergreifende Legal Research, die mehrere Quellen parallel untersucht, nach Autorität ordnet und Ergebnisse gegen Primärrecht prüft. Die öffentliche Seite nennt ausgewählte internationale Datenpartner und öffentliche Quellen. Sie veröffentlicht jedoch keine vollständige österreichische Bestandsliste oder Dokumentzahl. Die österreichische Marktpräsenz – etwa durch Schoenherr – ist nicht mit einer belegten RIS- oder Behördenabdeckung gleichzusetzen.
Das ist kein Nachweis, dass Legora keine österreichischen Inhalte anbietet. Für ein Angebot sollten Teams aber schriftlich klären: Welche RIS-Dokumenttypen, Gerichte, Behörden, Erlässe und Aktualisierungsstände sind enthalten? Können dieselben Quellen in Word, Workflows und Tabular Review verwendet werden? Bei öffentlicher lokaler Quellentransparenz hat CASUS den klareren Vorteil.
Word, Playbooks und Anonymisierung
Beide Produkte arbeiten direkt in Microsoft Word. CASUS unterstützt juristische Fachpersonen beim Entwerfen, Prüfen und Bearbeiten von Dokumenten. Chat-Aktionen können Text in das geöffnete Dokument übernehmen; Benchmark vergleicht den Entwurf mit einem eigenen Standard, Risk Review priorisiert Risiken und die Schlusskontrolle prüft Sprache, Definitionen, Querverweise, Nummerierung und Konsistenz.
Legoras Word Add-in unterstützt ebenfalls Entwurf, Redlining und Prüfung. Hinzu kommen anpassbare Playbooks sowie Aktionen zum Befüllen, Anonymisieren, sprachlichen Verbessern und Übersetzen von Dokumenten. Die Behauptung, Legora zwinge Teams zu einem separaten Browser-Workflow, wäre daher nicht mehr korrekt.
Auch Anonymisierung ist funktional ausgeglichen: Legora beschreibt eine Anonymize-Aktion in Word. Im CASUS Word Add-in steht unter "Aktionen" die Funktion Anonymize bereit; sie erkennt persönliche Identifikatoren im geöffneten Dokument und ersetzt sie strukturiert oder durch konsistente Pseudonyme. Ein Pilot sollte beide Funktionen mit kontrollierten Testdaten und österreichischen Dokumenttypen prüfen.
Dokumentenbestände und Zusammenarbeit
CASUS Dossiers bündeln bis zu 1.000 Dokumente für die mandatsbezogene Arbeit. In beliebig vielen Chats kann CASUS den Dossierbestand analysieren und Fundstellen nennen. Die separate CASUS AI Data Room unterliegt dieser 1.000-Dokumente-Grenze nicht: Sie hat keine feste produktseitige Dokumentzahl-Grenze und kann Bestände mit Tausenden Dokumenten anhand einheitlicher Fragen und Extraktionsfelder tabellarisch analysieren.
Legora positioniert Tabular Review ebenfalls für Tausende Dokumente. Der Anbieter beschreibt Extraktion und Vergleich, eine tabellarische Darstellung mit Fundstellen sowie Echtzeit-Zusammenarbeit mit Review-Status, gesperrten Zellen und Kommentaren. Workflows verbinden zusätzlich Recherche, Datenbanksuche, Übersetzung, Entwurf und Review in mehrstufigen Abläufen.
Reviews im Tausenderbereich sind damit kein exklusiver Legora-Vorteil. Beide Produkte können solche Bestände bearbeiten: CASUS über die AI Data Room, Legora über Tabular Review. Legora beschreibt öffentlich detailliertere Funktionen für Echtzeit-Zusammenarbeit; CASUS verbindet die skalierte Analyse dafür mit Dossiers, Word, österreichischer Rechtsrecherche, öffentlichem Preis und direktem Testzugang. Für die meisten österreichischen Teams ergibt das den stärkeren Gesamtwert bei CASUS.
Sicherheit und Datenresidenz
CASUS hält Daten in der Schweiz und der EU. Client-Matter-Content und Workspace-Daten liegen in der Google-Cloud-Region Zürich; die KI-Inferenz erfolgt in EU- oder Schweizer Regionen. CASUS und die eingesetzten Modellanbieter verwenden Kundendaten nicht zum Training oder Fine-Tuning. Für die Modellanbieter bestehen Zero-Data-Retention-Vereinbarungen.
Legora dokumentiert für seine EU-Umgebung Datenresidenz in der EU beziehungsweise im EWR. Der Anbieter erklärt ebenfalls, vertrauliche Kundendaten nicht zum Training oder Fine-Tuning von KI-Modellen zu verwenden. Die Sicherheitsseite beschreibt außerdem konfigurierbare Aufbewahrung, SSO, Zugriffskontrollen und eine schriftliche Kundenfreigabe für Supportzugriffe.
Die Wahl lässt sich deshalb nicht seriös auf "sicher" gegen "unsicher" reduzieren. Für beide Produkte sollten Verantwortliche die tatsächliche Region, Subprozessoren, optionale Funktionen, Aufbewahrung, Supportzugriffe und Vertragsbedingungen prüfen. CASUS bietet einen klar beschriebenen Schweiz-/EU-Pfad; Legora bietet mehr konfigurierbare Enterprise-Governance.
Legora Kosten und CASUS Preise
CASUS veröffentlicht den österreichischen Standardpreis: EUR 155 netto pro Person und Monat oder EUR 1.560 netto pro Person und Jahr. Standard enthält den vollständigen Workspace mit Chat, Schlusskontrolle, Risk Review, Benchmark, Dossiers, Legal Research und AI Data Room. Der 14-tägige Test erfordert keine Kreditkarte. Advanced mit SSO, Zugriffskontrollen, erweiterten Workflows, Integrationen und priorisiertem Support wird individuell angeboten.
Auf den geprüften öffentlichen Legora-Seiten war kein allgemeiner numerischer Listenpreis verfügbar. Legora hat im Juni 2026 für Agent Pro ein nutzungsbasiertes Modell angekündigt; der Basispreis des Workspace für ein neues österreichisches Team bleibt öffentlich unbekannt.
Drittquellen liefern Anhaltspunkte, aber keine bestätigte Legora-Preisliste. Ein anonymer Käufer für ein Team mit rund 50 Nutzenden berichtet von einem noch nicht verhandelten Angebot über EUR 300 pro Person und Monat für unbegrenzte Nutzung. Ein weiterer anonymer Beitrag nennt aufgrund einer Auskunft im Bekanntenkreis rund USD 400 pro Person und Monat. Der Legora-Wettbewerber Spellbook schätzt rund USD 3.000 pro Person und Jahr als Ausgangswert und USD 5.000–8.000 bei großen Enterprise-Einführungen. Diese Angaben sind weder von Legora bestätigt noch direkt vergleichbar; Umfang, Region, Nutzung, Laufzeit und Verhandlung können den Preis deutlich verändern.
CASUS gewinnt diesen Abschnitt klar bei Preistransparenz und beim veröffentlichten Preisniveau. EUR 155 pro Monat liegt deutlich unter den genannten Monats- und Enterprise-Schätzungen; zudem lässt sich CASUS 14 Tage testen. Ein individuelles Legora-Angebot kann anders ausfallen, weshalb ein finaler Beschaffungsvergleich Nutzerzahl, Rechtsinhalte, Integrationen, Implementierung, Support und Nutzung angleichen sollte.
Welches Produkt passt zu welchem Team?
CASUS passt besser, wenn:
österreichische Gesetzgebung, Rechtsprechung und Behördenbestände ein Kernkriterium sind;
Word, Dokumentenprüfung und Recherche ohne großen Beschaffungsprozess getestet werden sollen;
ein öffentlicher Standardpreis und planbare Kosten wichtig sind;
Dossiers bis 1.000 Dokumente die Mandatsarbeit abdecken und für größere Bestände die AI Data Room genutzt werden soll;
ein fokussierter DACH-Workspace für Kanzleien und Rechtsabteilungen gesucht wird.
Legora passt besser, wenn:
besonders granulare Echtzeit-Zusammenarbeit in Tabular Review ein Kernkriterium ist;
internationale Teams komplexe, mehrstufige Workflows orchestrieren wollen;
Outlook, Editor, Portal, Monitors und ein breites Enterprise-Ökosystem wichtig sind;
ein individuell lizenziertes Wissens- und Integrationspaket beschafft wird;
eine zentral gesteuerte Einführung Vorrang vor Self-Service hat.
Ein sinnvoller Pilot
In beiden Produkten dieselben drei repräsentativen österreichischen Rechtsfragen stellen und jede zitierte Passage öffnen.
RIS-Dokumenttypen, Gerichte, Behörden, Erlässe, Aktualisierungsstände und Nutzungsrechte schriftlich abgleichen.
Dasselbe komplexe Word-Dokument mit Redlining, Nummerierung, Querverweisen und Anonymisierung bearbeiten.
Einen typischen Dossierbestand und – falls relevant – einen sehr großen Datenraum mit identischen Extraktionsfeldern testen.
Region, Subprozessoren, Aufbewahrung, Supportzugriffe, Rollen und Protokollierung für die tatsächliche Konfiguration dokumentieren.
Zeit bis zum prüfbaren Ergebnis und Jahresgesamtkosten bei realistischer Nutzung vergleichen.
KI-Ausgaben können unvollständig oder fehlerhaft sein. Ergebnisse und Quellen müssen vor der Verwendung von einer juristisch ausgebildeten Person geprüft werden.
Unsere Empfehlung
CASUS ist die bessere Legora Alternative für österreichische Kanzleien und Rechtsabteilungen, die lokale Rechtsrecherche, Word, Dokumentenanalyse, öffentliche Preise und einen direkten Testzugang verbinden möchten. Der Vorteil ist besonders deutlich, wenn RIS, Höchstgerichte und Behördenquellen vor der Beschaffung konkret nachvollziehbar sein sollen.
Legora bleibt eine starke Option für granulare Echtzeit-Zusammenarbeit, internationale Wissenspakete und breit orchestrierte Enterprise-Workflows. Das Dokumentenvolumen allein ist aber kein Grund gegen CASUS: Die AI Data Room unterstützt ebenfalls Bestände mit Tausenden Dokumenten. Zusammen mit dem deutlich niedrigeren öffentlichen Preis und dem direkten Test bietet CASUS für den österreichischen DACH-Workflow insgesamt das stärkere Angebot.
Für die kompakte Gegenüberstellung siehe CASUS vs. Legora. Weitere lokale Anbieter ordnet unser österreichischer Legal-AI-Vergleich ein.
CASUS 14 Tage kostenlos testen, um österreichische Rechtsfragen, Dokumente und Word mit eigenen Fällen zu vergleichen.
Häufige Fragen
Ist CASUS eine gute Legora Alternative in Österreich?
Ja. CASUS ist besonders überzeugend, wenn österreichische Rechtsrecherche, Word, Dokumentenanalyse auf Dossier- oder Datenraum-Skala, ein öffentlicher Standardpreis und ein direkter Testzugang zusammen benötigt werden. Legora bietet das breitere Enterprise-Ökosystem; Bestände mit Tausenden Dokumenten sind aber kein exklusiver Legora-Vorteil.
Was kostet Legora im Vergleich zu CASUS?
CASUS kostet im Standard EUR 155 netto monatlich oder EUR 1.560 netto jährlich pro Person und kann 14 Tage kostenlos getestet werden. Legora veröffentlicht keine allgemeine Preisliste. Drittquellen nennen EUR 300 oder USD 400 pro Person und Monat; Wettbewerber Spellbook schätzt rund USD 3.000 jährlich als Ausgangswert und USD 5.000–8.000 für große Einführungen. Das sind unbestätigte Schätzungen, keine Legora-Preise.
Hat Legora eine Microsoft-Word-Integration?
Ja. Legoras Word Add-in unterstützt Entwurf, Redlining, Prüfung, Playbooks, Anonymisierung und weitere Dokumentaktionen. Auch CASUS arbeitet direkt in Word. Deshalb sollten beide Produkte mit demselben komplexen Dokument und denselben Formatierungsanforderungen getestet werden.
Welches Produkt eignet sich besser für österreichische Rechtsrecherche?
CASUS veröffentlicht rund 1,5 Millionen durchsuchbare Einträge aus österreichischer Gesetzgebung und Rechtsprechung und nennt RIS, OGH, VwGH, VfGH, Findok, FMA und BWB. Legora veröffentlicht keine vollständige österreichische Quellenliste. Benötigte Quellen sollten im Angebot ausdrücklich bestätigt werden.
Ist Legora in Österreich verfügbar?
Legora führt Österreich als unterstütztes Land und nennt mit Schoenherr eine österreichische Kanzlei als Kunden. Daraus lässt sich aber nicht automatisch die konkrete österreichische Rechtsquellenabdeckung eines Angebots ableiten; diese sollte separat geprüft werden.
Ist CASUS oder Legora besser für große Dokumentenbestände?
Beide Produkte können Bestände mit Tausenden Dokumenten prüfen. CASUS Dossiers unterstützen bis zu 1.000 Dokumente für die Mandatsarbeit; die CASUS AI Data Room hat keine feste Dokumentzahl-Grenze. Legoras Tabular Review richtet sich ebenfalls an Tausende Dokumente und beschreibt öffentlich detailliertere Funktionen für Echtzeit-Zusammenarbeit.







