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KI Vertragsprüfung Schweiz: So funktioniert es

Zuletzt aktualisiert am

von

Mathias Ringler CASUS

Mathias Ringler

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Founder's Associate

KI Vertragsprüfung in der Schweiz bezeichnet den Einsatz von Legal-AI-Plattformen, um Verträge automatisiert auf Risiken, Lücken und Abweichungen vom Standard zu analysieren. CASUS, eine Schweizer Legal-AI-Plattform, bietet dafür einen strukturierten Review-Workflow mit partei-spezifischer Risikoanalyse, Severity-Priorisierung und direkter Bearbeitungsmöglichkeit in Microsoft Word – gehostet in der Schweiz und EU, ohne Datenweitergabe in die USA und mit Zero Data Retention.

Warum KI-gestützte Vertragsprüfung in der Schweiz an Bedeutung gewinnt

Schweizer Kanzleien und Inhouse-Legal-Teams stehen unter konstantem Zeitdruck. Grosse Transaktionen bringen Vertragsstapel mit sich, die manuell kaum vollständig zu prüfen sind. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen: Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) gilt seit September 2023, und wer mit EU-Parteien kontrahiert, muss auch die DSGVO im Blick behalten.

Hinzu kommt ein praktisches Problem: Viele Unternehmen prüfen Verträge noch immer manuell, Seite für Seite. Eine übersehene Haftungsklausel oder eine fehlende Kündigungsregelung kann erhebliche finanzielle Folgen haben. Das ist keine hypothetische Gefahr – Schweizer Bauunternehmen etwa haben konkrete Fälle dokumentiert, wo eine einzelne übersehene Klausel sechsstellige Mehrkosten ausgelöst hat.

KI-gestützte Vertragsprüfung setzt genau dort an: nicht um menschliche Einschätzung zu ersetzen, sondern um die Grundlagenarbeit schneller und vollständiger zu erledigen.

Wie funktioniert KI-gestützte Vertragsprüfung?

KI-Vertragsprüfung analysiert ein Vertragsdokument automatisch auf Basis definierter Kriterien und liefert strukturierte Findings mit Risikostufe, Partei-Zuordnung und Verbesserungsoptionen.

Der Ablauf ist im Kern folgender: Das Dokument wird hochgeladen oder direkt in Word geöffnet. Die KI erkennt die Vertragsparteien und analysiert Klauseln aus der Perspektive der jeweiligen Partei. Jedes Finding bekommt einen Schweregrad – niedrig, mittel oder hoch – und wird einer konkreten Vertragspartei zugeordnet. Aus dieser Analyse entstehen direkt nutzbare Formulierungsvorschläge.

Der entscheidende Unterschied zu einem manuellen Review liegt nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern in der Systematik. Eine KI prüft jede Klausel nach denselben Kriterien – ohne Ermüdung und ohne Wissenslücken, die aus Zeitdruck entstehen.

Was ein Risk & Quality Review konkret liefert

Der Risk & Quality Review von CASUS liefert keine generischen Warnhinweise, sondern partei-spezifische Befunde. Das bedeutet: Wenn ein Vertrag eine Haftungsregelung ohne Cap enthält, wird nicht nur das Risiko markiert, sondern auch festgehalten, für welche Partei dieses Risiko relevant ist und wie schwer es wiegt.

Pro Finding gibt es konkrete Verbesserungsvorschläge als Formulierungsoptionen. Diese können direkt in Word übernommen werden, korrekt formatiert, ohne Copy-Paste-Aufwand. Das verkürzt den Weg von der Analyse zur überarbeiteten Vertragsversion erheblich.

Was ein Benchmark-Vergleich leistet

Ein anderer Anwendungsfall ist der Abgleich mit einem Referenzstandard. Der Benchmark-Workflow prüft, ob ein vorliegender Vertrag den internen Playbook-Anforderungen oder gängigen Best Practices entspricht – etwa für SPAs, NDAs oder Datenschutzvereinbarungen.

Das Ergebnis zeigt, welche Standardklauseln fehlen, welche unvollständig ausgestaltet sind und wo der Vertrag vom Standard abweicht. Zusätzlich gibt es einen Prozentwert, der die Übereinstimmung mit dem Standard abbildet. Fehlende Klauseln können mit einem Klick an der richtigen Stelle im Dokument eingefügt werden, mit korrekter Formatierung und Nummerierung.

Datenschutz und Datensicherheit: Was Schweizer Unternehmen wissen müssen

Vertragsdaten gehören zu den sensibelsten Informationen, die ein Unternehmen hat. Klauseln zu Haftung, Preisen, M&A-Strukturen oder IP-Rechten dürfen nicht unkontrolliert in externe Systeme fliessen.

CASUS ist in der Schweiz und der EU gehostet. Es gibt keine Datenübertragung in die USA. Das Produkt arbeitet mit Zero Data Retention – Dokumente werden nicht gespeichert oder für Modelltraining verwendet. Zusätzlich ist der sogenannte "No Human Review"-Modus aktivierbar, der ausschliesst, dass menschliche Mitarbeitende beim Anbieter Zugang zu hochgeladenen Inhalten erhalten.

Wer die Datenschutzanforderungen des revDSG oder der DSGVO ernst nimmt, sollte diese Punkte bei der Auswahl einer Legal-AI-Plattform prüfen. Mehr zu den technischen und organisatorischen Sicherheitsmassnahmen von CASUS findet sich auf der Sicherheitsseite.

Wer jetzt einen konkreten Eindruck gewinnen will, wie KI Vertragsprüfung in der Praxis funktioniert: CASUS ist kostenlos testbar unter app.getcasus.com/signup. Der Einstieg dauert wenige Minuten, ohne Installations- oder IT-Aufwand.

Praktischer Einsatz in Kanzleien und Inhouse-Teams

Anwendungsfall Kanzlei: Verhandlungsvorbereitung

Für Anwälte, die Verträge im Auftrag von Mandanten prüfen, ist Zeit ein knappes Gut. Ein strukturierter KI-Review liefert in kurzer Zeit eine priorisierte Liste von Risiken und Verhandlungspunkten. Das Gespräch mit dem Mandanten kann sich sofort auf das Wesentliche konzentrieren – anstatt dass Stunden in das Durchlesen von Standardklauseln fliessen.

Der AI Chat mit Agent Mode ergänzt das: Konkrete Fragen zum Dokument können im Chat gestellt werden, mit Antworten, die direkt auf die relevante Textstelle verweisen. Änderungen lassen sich direkt aus dem Chat heraus im Word-Dokument umsetzen.

Anwendungsfall Inhouse: Vielzahl gleichartiger Verträge

Inhouse-Teams, die regelmässig Lieferantenverträge, Dienstleistungsvereinbarungen oder NDAs prüfen, profitieren besonders von einer konsistenten Prüflogik. Statt dass jeder Mitarbeitende seine eigenen Prüfpunkte im Kopf hat, wird der Prüfprozess über Playbooks standardisiert.

Wer gleichzeitig viele Dokumente analysieren muss – etwa bei einer Due Diligence oder einem Compliance-Review – kann den AI Data Room nutzen. Dabei werden dutzende oder hunderte Dokumente parallel verarbeitet, und die Extraktion erfolgt nach selbst definierten Feldern und Klauselthemen.

Qualitätskontrolle vor Versand

Vor dem Versand eines Vertragsentwurfs lohnt sich ein letzter Konsistenz-Check. Der Proofread-Workflow prüft Rechtschreibung, Grammatik und Schweizer Schreibweisen (ss statt ß), aber auch formale Punkte wie Cross-References, Definitionen, Anhänge und offene Platzhalter. Das ist kein Ersatz für die juristische Prüfung, aber ein verlässliches Netz für typische Flüchtigkeitsfehler.

Was KI-Vertragsprüfung nicht leistet

Ehrlichkeit gehört hier dazu: KI-gestützte Vertragsprüfung ist kein Ersatz für das juristische Urteil eines erfahrenen Anwalts. Die KI liefert strukturierte, quellenbasierte Ergebnisse – die Einschätzung, ob eine Klausel im konkreten Fall akzeptabel ist, bleibt menschliche Aufgabe.

Auch der Anspruch auf Vollständigkeit gilt nicht absolut. Extraktion und Analyse folgen definierten Kriterien und Prompts. Was nicht abgefragt wird, wird auch nicht gemeldet.

Der Nutzen liegt in der systematischen Grundlagenarbeit: schneller, konsistenter und weniger fehleranfällig als ein manueller Durchlauf.

CASUS ausprobieren

CASUS, die Schweizer Legal-AI-Plattform, ist als Microsoft Word Add-in und als Web-App verfügbar. Schweizer Kanzleien und Inhouse-Teams können die Plattform direkt testen – gehostet in der Schweiz oder EU, ohne US-Datentransfer und mit Zero Data Retention. Der kostenlose Einstieg ist unter app.getcasus.com/signup möglich.

FAQ

Was ist KI Vertragsprüfung?

KI Vertragsprüfung bezeichnet den automatisierten Einsatz von Sprachmodellen und Legal-AI-Systemen, um Verträge auf Risiken, Klausellücken und Abweichungen von einem Referenzstandard zu analysieren. Das Ergebnis sind strukturierte Findings mit Risikostufe und Handlungsempfehlungen – keine Zusammenfassung, sondern eine priorisierte Analyse.

Wie unterscheidet sich CASUS von generischen KI-Tools wie ChatGPT?

CASUS ist speziell für juristische Dokumentenarbeit entwickelt, mit definierten Review-Workflows, partei-spezifischer Risikoanalyse und direkter Integration in Microsoft Word. Im Gegensatz zu generischen KI-Tools werden Dokumente nicht gespeichert (Zero Data Retention) und nicht für Modelltraining verwendet. Das Hosting erfolgt in der Schweiz oder der EU.

Ist KI Vertragsprüfung datenschutzkonform nach revDSG und DSGVO?

Das hängt vom gewählten Anbieter ab. CASUS erfüllt die Anforderungen durch Hosting in der Schweiz und der EU, keine Datenweitergabe in die USA, Zero Data Retention und die Option, menschliche Einsicht beim Anbieter auszuschliessen (No Human Review). Diese Kombination ist relevant für Unternehmen, die dem revDSG oder der DSGVO unterliegen.

Wie lange dauert eine KI-gestützte Vertragsprüfung?

Je nach Umfang und Komplexität des Vertrags dauert ein strukturierter KI-Review typischerweise Minuten statt Stunden. Die eigentliche Zeitersparnis entsteht weniger beim ersten Durchlauf als bei der Priorisierung: Die KI liefert sofort eine Rangliste der relevantesten Risiken, sodass sich der Anwalt direkt auf die wichtigsten Punkte konzentrieren kann.

Kann KI-Vertragsprüfung einen Anwalt ersetzen?

Nein. KI-Vertragsprüfung ersetzt nicht das juristische Urteil. Die KI liefert strukturierte, nachvollziehbare Analyse – die Einschätzung der rechtlichen Konsequenzen und die Verhandlungsstrategie bleiben menschliche Aufgabe. Der Nutzen liegt in der Automatisierung der Grundlagenarbeit, nicht in der rechtlichen Beurteilung.

Welche Vertragstypen können mit CASUS geprüft werden?

CASUS ist nicht auf bestimmte Vertragstypen beschränkt. Typische Anwendungsfälle sind NDAs, SPAs, Dienstleistungsverträge, DPAs und Lieferantenverträge. Der Benchmark-Workflow arbeitet mit einem internen Playbook oder Best-Practice-Standards, die für den jeweiligen Vertragstyp definiert werden.

Funktioniert CASUS auch für grosse Dokumentenmengen?

Ja. Der AI Data Room von CASUS ermöglicht die parallele Analyse von dutzenden oder hunderten Dokumenten. Die Extraktion erfolgt nach selbst definierten Feldern und Klauselthemen, das Ergebnis ist eine tabellarische Übersicht – geeignet für Due Diligence, Compliance-Reviews oder Vertragsportfolio-Analysen.

Wo sind die Daten bei CASUS gespeichert?

CASUS hostet ausschliesslich in der Schweiz und der EU. Es gibt keine Datenübertragung in die USA. Hochgeladene Dokumente werden nach der Verarbeitung nicht gespeichert (Zero Data Retention).

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