CASUS
Navigation öffnen

Produkt

Produkt ausklappen

Kunden

Kundenmenü öffnen

Unternehmen

Unternehmensmenü öffnen

Sicherheit

Preise

Casus Logo

CASUS Blog

CASUS in Word: 3 Workflows, die Review & Standardisierung wirklich beschleunigen

Zuletzt aktualisiert am

von

Mathias Ringler CASUS

Mathias Ringler

|

Founder's Associate

Vertragsarbeit endet fast immer in Microsoft Word, und dort entsteht auch der grösste Teil des Aufwands: Klauseln einfügen, Nummerierung reparieren, Formatierung nachziehen, Versionen abgleichen. Legal AI wirkt deshalb nur, wenn sie im Dokument arbeitet statt daneben. Bei CASUS entfallen rund 80 Prozent der Nutzung auf das Word-Add-in, nicht auf die Web-App (Stand August 2026).

Dieser Beitrag beschreibt drei Abläufe, die sich in Kanzleien und Inhouse-Teams durchgesetzt haben: Benchmark, Proofread und Chat Actions. Der Fokus liegt darauf, was jeder Ablauf leistet, wo er sich rechnet und woran er in der Praxis scheitert.

Warum der Ort der Arbeit über den Nutzen entscheidet

Die Zeit in der Vertragsarbeit geht selten bei der juristischen Beurteilung verloren, sondern bei den Schritten davor und danach. Ein Tool schlägt eine Formulierung vor, die Formulierung wandert per Copy-Paste ins Dokument, die Nummerierung verrutscht, die Formatvorlage bricht, Querverweise zeigen ins Leere. Das Ergebnis ist ein zweiter Arbeitsgang, der den ersten teilweise entwertet.

Ein Legal-AI-Ablauf in Word muss deshalb drei Anforderungen erfüllen. Die Änderung muss an der richtigen Stelle im Dokument landen, nicht in einer separaten Antwort. Die Dokumentstruktur, also Nummerierung, Formatvorlagen und Verweise, muss die Änderung überstehen. Und das Ergebnis muss nachvollziehbar sein: Wer eine Klausel ändert, muss sehen, worauf der Hinweis beruht, und die Stelle im Dokument finden.

Der Anteil von rund 80 Prozent der Nutzung im Add-in ist der praktische Beleg dafür. Teams, die eine Web-App und ein Add-in zur Auswahl haben, entscheiden sich im Alltag überwiegend für das Werkzeug, das dort läuft, wo das Dokument liegt. Die grundsätzliche Begründung dafür steht im Beitrag Legal AI direkt in Word; hier geht es um die drei konkreten Abläufe.

Workflow 1: Benchmark gegen den eigenen Standard

Benchmark prüft ein Dokument gegen einen Referenzstandard, entweder ein eigenes Playbook oder anerkannte Best Practices für SPA, NDA und Auftragsbearbeitungsverträge. Das Ergebnis zeigt, ob die erwarteten Klauselthemen vorhanden und ausreichend ausgestaltet sind, und benennt Lücken wie eine Haftungsklausel ohne Cap, ein undefiniertes IP-Ownership oder eine Vertraulichkeitsklausel ohne Löschpflicht. Die Übereinstimmung wird als Prozentwert ausgegeben.

Der Nutzen liegt weniger in der Liste als in der Anschlussfähigkeit: Fehlende Klauseln lassen sich an der passenden Stelle einfügen, mit Formatierung und Nummerierung des Dokuments, wahlweise als Text oder als Markup.

Wo Benchmark sich am schnellsten rechnet

Am stärksten wirkt der Abgleich bei Vertragstypen, die häufig vorkommen und bei denen ein Team klare Präferenzen hat. NDAs, Auftragsbearbeitungsverträge und Rahmenverträge sind die typischen Kandidaten, weil dort ein Muster existiert, von dem Abweichungen überhaupt messbar sind.

Der zweite Effekt betrifft die Arbeitsteilung. Prüfen mehrere Personen dieselbe Vertragsart, driften die Standards ohne Abgleich auseinander: Eine Person greift auf eine ältere Musterklausel zurück, die nächste auf eine leicht abweichende Fassung. Ein Referenzstandard macht diese Drift sichtbar, bevor sie sich in die Vertragsbestände einschreibt. Für neue Teammitglieder ersetzt er ausserdem das ungeschriebene Wissen darüber, was im Haus als üblich gilt.

Was ein brauchbares Ergebnis leisten muss

Ein Abgleich ist erst dann nützlich, wenn er priorisiert. Dreissig Abweichungen ohne Gewichtung erzeugen dieselbe Arbeit wie eine vollständige Durchsicht. Entscheidend ist die Trennung zwischen einer fehlenden Haftungsbegrenzung und einer stilistischen Abweichung, weil nur die erste Verhandlungsrelevanz hat.

Nützlich ist das Ergebnis auch nach innen: Ein dokumentierter Übereinstimmungsgrad samt begründeter Abweichungen ist gegenüber Mandantschaft und Geschäftsleitung belastbarer als eine allgemeine Einschätzung.

Workflow 2: Proofread für Konsistenz und Verweise

Proofread ist die Qualitäts- und Konsistenzprüfung des Dokuments vor dem Versand, keine juristische Prüfung der Rechtslage. Geprüft werden Rechtschreibung, Grammatik und Stil ohne Eingriff in die juristische Bedeutung, dazu Schweizer Schreibweise, einheitliche Terminologie und Parteibezeichnungen.

Die teuren Fehler in Verträgen sind selten orthografisch. Es sind Definitionen, die an zwei Stellen unterschiedlich verwendet werden, Querverweise auf eine Ziffer, die es nicht mehr gibt, eine Nummerierung, die nach dem Verschieben eines Abschnitts nicht mehr aufgeht, offene Platzhalter und Fristen, die sich an zwei Stellen widersprechen. Solche Mängel erzeugen Rückfragen und im schlechteren Fall Auslegungsspielraum, den der Vertrag gerade schliessen sollte.

Proofread prüft entsprechend Querverweise, Definitionen, erwähnte aber fehlende Anhänge, Nummerierung, Überschriftenhierarchie, Fristenwidersprüche und offene Platzhalter. Weil die Korrektur im Dokument stattfindet, entsteht dabei keine neue Inkonsistenz durch das Einfügen selbst.

Der Ertrag ist am höchsten bei langen Dokumenten, vielen Versionen und knapper Zeit vor der Unterzeichnung, also genau dort, wo die Durchsicht erfahrungsgemäss oberflächlich wird.

Workflow 3: Chat Actions, die im Dokument handeln

Der Unterschied zwischen einem Chat, der antwortet, und einem, der handelt, entscheidet über den Zeitgewinn. Eine vorgeschlagene Klausel ist noch keine eingefügte Klausel. Der Agent Mode im AI Chat führt die Änderung im Dokument aus: Klauseln einfügen, umformulieren, ergänzen, unter Berücksichtigung von Struktur, Nummerierung und Formatierung und an der richtigen Stelle. Er prüft ausserdem die Konsistenz über das ganze Dokument und verweist auf betroffene Passagen.

In der Anweisung lohnt es sich, zwei Angaben zu ergänzen: wo die Klausel stehen soll und welche Ausrichtung sie haben soll, etwa neutral oder eng gefasst. Die juristische Entscheidung bleibt bei der prüfenden Person, die Umsetzungsarbeit entfällt.

Besonders deutlich ist der Effekt bei wiederkehrenden Standardbausteinen, die in vielen Dokumenten gebraucht, aber jedes Mal neu eingepasst werden.

Wer die drei Abläufe testen will, richtet CASUS am besten direkt im Word-Add-in ein und prüft damit einen laufenden Fall. Ein Konto lässt sich kostenlos eröffnen, die ersten 14 Tage sind gratis und ohne Mindestvertragsdauer. Der Erkenntnisgewinn hängt dabei stark vom gewählten Dokument ab.

Woran die Einführung in der Praxis scheitert

Der häufigste Grund für ein Onboarding, das versandet, ist kein Akzeptanzproblem und kein Schulungsproblem, sondern ein Testaufbauproblem: Evaluiert wird mit einem Musterdokument oder einem alten NDA statt mit einem echten Fall aus der laufenden Arbeit. Genau bei den echten Fällen soll das Werkzeug helfen, und genau dort zeigt sich der Unterschied. Ein sauberes Muster hat keine gewachsene Nummerierung, keine widersprüchlichen Fristen und keine drei Verhandlungsrunden hinter sich.

Die zweite wiederkehrende Beobachtung betrifft die Reihenfolge der Fragen. In Erstgesprächen mit Schweizer Kanzleien kommen die Fragen zuerst zu Datenschutz und Sicherheit, nicht zur Funktionalität. Eine davon kommt fast immer: ob Dokumente vor der Verarbeitung anonymisiert werden müssen. Das ist nicht nötig. CASUS hostet in der Schweiz, Inhalte werden nach der Verarbeitung nicht gespeichert und nicht für Training verwendet, und es findet keine menschliche Durchsicht statt. Details dazu stehen unter Security und Datenresidenz. Anonymize existiert als eigene Aktion im Add-in, aber für die Weitergabe an Dritte, nicht als Vorbedingung der Nutzung.

Praktisch heisst das: Ein Pilot mit einem echten Vertrag und einem der drei Abläufe sagt mehr aus als eine breit angelegte Evaluation mit Musterdokumenten.

FAQ

Wie sicher ist die Verarbeitung von Mandatsdokumenten?

CASUS hostet in der Google Cloud Region Zürich, verschlüsselt ruhende Daten mit AES-256 und Übertragungen mit TLS 1.2 oder höher. Die KI-Inferenz läuft über Google Vertex AI in Belgien und Microsoft Azure OpenAI in Switzerland North und Sweden Central, nicht in den USA. Kundendaten werden weder von CASUS noch von den Modellanbietern zum Training verwendet. CASUS-Mitarbeitende sind Hilfspersonen des Anwalts nach Art. 321 StGB.

Müssen Dokumente vor der Verarbeitung anonymisiert werden?

Nein. Bei Hosting in der Schweiz, Zero Data Retention und ausgeschlossener menschlicher Durchsicht ist eine vorherige Anonymisierung keine Voraussetzung für die Nutzung. Die Aktion Anonymize im Add-in dient der Weitergabe von Dokumenten an Dritte.

Wie aufwendig ist die Installation des Add-ins?

Das Add-in wird in Microsoft Word installiert. Der grössere Teil der Einführung liegt ohnehin nicht in der Installation, sondern in der Frage, welche Dokumente und welche Abläufe zuerst umgestellt werden.

Ersetzt Legal AI die juristische Prüfung?

Nein. Benchmark und Risk Review liefern Findings und Formulierungsvorschläge, keine Rechtsberatung. Proofread prüft Konsistenz und Form des Dokuments, nicht die Rechtslage. Die Beurteilung und die Verantwortung bleiben bei der Anwältin oder dem Anwalt.

Für welche Teams lohnt sich der Einstieg zuerst?

Für Teams mit hohem Dokumentvolumen, wiederkehrenden Vertragsarten und bestehenden Standards. Kleine und mittlere Kanzleien sowie Inhouse-Teams mit hoher Vertragslast profitieren schneller als Teams, die überwiegend Einzelfälle ohne Muster bearbeiten.

Wie lange dauert eine Prüfung mit Risk Review?

Eine Risikoanalyse eines Vertrags dauert ein bis drei Minuten und liefert im Durchschnitt rund zwanzig Findings (Stand August 2026), jeweils mit Zuordnung zur Vertragspartei, Relevanz und Schweregrad.

Was unterscheidet Benchmark von Risk Review?

Benchmark misst ein Dokument gegen einen definierten Referenzstandard und zeigt Abweichungen davon. Risk Review analysiert die Risiken eines Vertrags aus Parteiperspektive, unabhängig davon, ob ein Standard existiert. Wer ein Playbook hat, nutzt beides nacheinander.

Dein Legal-AI-Associate.

Supported by Innosuisse, the Swiss Innovation Agency
Capterra rating: 5 out of 5
Spin-off from the University of St. Gallen

CASUS Technologies AG
Beethovenstrasse 48
8002 Zürich
Schweiz
contact@getcasus.com

Frag deine bevorzugte AI zu CASUS

ChatGPT
Claude
Perplexity

Dein Legal-AI-Associate.

Supported by Innosuisse, the Swiss Innovation Agency
Capterra rating: 5 out of 5
Spin-off from the University of St. Gallen

CASUS Technologies AG
Beethovenstrasse 48
8002 Zürich
Schweiz
contact@getcasus.com

Frag deine bevorzugte AI zu CASUS

ChatGPT
Claude
Perplexity

Dein Legal-AI-Associate.

Supported by Innosuisse, the Swiss Innovation Agency
Capterra rating: 5 out of 5
Spin-off from the University of St. Gallen

CASUS Technologies AG
Beethovenstrasse 48
8002 Zürich
Schweiz
contact@getcasus.com

Frag deine bevorzugte AI zu CASUS

ChatGPT
Claude
Perplexity