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Die besten Legal-Research-Tools für Schweizer Anwältinnen und Anwälte 2026

Veröffentlicht am

7. April 2026

von

Fabian Staub

Fabian Staub

|

Co-Founder & CEO

Juristische Recherche gehört zu den zeitintensivsten Aufgaben im Kanzleialltag. Bundesgerichtsentscheide durchsuchen, kantonale Rechtsprechung sichten, Gesetzesartikel verorten — das kostet Stunden, die an anderer Stelle fehlen. AI-gestützte Recherche-Tools versprechen hier echte Entlastung. Doch welche der verfügbaren Lösungen passen tatsächlich zum Schweizer Rechtsumfeld, und wo beginnen die Einschränkungen?

Dieser Artikel gibt einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Recherche-Tools, die für Schweizer Kanzleien und Inhouse-Legal-Teams in Frage kommen — mit Blick auf Datenschutz, Sprachkompetenz, Quellenabdeckung und Praxistauglichkeit.

Warum internationale Tools oft nicht reichen

Der Markt für Legal-AI-Plattformen wächst schnell. Harvey, Legora und Spellbook sind bekannte Namen — aber keines dieser Tools wurde primär für den Schweizer Markt entwickelt. Das zeigt sich an konkreten Punkten.

US-amerikanische Plattformen unterliegen dem CLOUD Act. Das bedeutet: Auch wenn die Daten auf europäischen Servern liegen, können US-Behörden unter bestimmten Voraussetzungen Zugriff verlangen. Für Schweizer Anwältinnen und Anwälte, die dem anwaltlichen Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB verpflichtet sind, ist das kein abstrakt-theoretisches Risiko.

Dazu kommt die Frage der Trainingsgrundlage. Viele Modelle wurden vorrangig auf englischsprachigen Rechtstexten aus dem US- oder UK-Recht trainiert. Schweizer Normen wie OR, ZGB oder ZPO sind darin allenfalls am Rand vertreten. Wer mit diesen Modellen Schweizer Rechtsfragen recherchiert, riskiert strukturell schwache Antworten — auch wenn der Output flüssig klingt.

Schliesslich fehlt vielen Tools die direkte Integration in Microsoft Word. Was nicht integriert ist, erzeugt Medienbrüche: Ergebnisse müssen kopiert, formatiert und manuell eingefügt werden. Das kostet Zeit, die die Automatisierung eigentlich einsparen soll.

Worauf es bei Recherche-Tools für den Schweizer Markt ankommt

Wer als Schweizer Kanzlei oder Inhouse-Legal-Team ein Recherche-Tool evaluiert, sollte vier Aspekte systematisch prüfen:

Daten-Hosting und Berufsgeheimnis: Wo werden die Anfragen verarbeitet? Gibt es Zero-Data-Retention? Findet kein Human Review statt? Tools, die Anfragen speichern oder durch Dritte sichten lassen, sind mit dem anwaltlichen Berufsgeheimnis nur schwer vereinbar.

Quellenabdeckung: Umfasst die Datenbank Bundesgerichtsentscheide, kantonale Rechtsprechung und aktuelle Gesetzesartikel? Werden Quellen transparent ausgewiesen?

Sprachkompetenz: Schweizer Kanzleien arbeiten auf Deutsch, Französisch und Italienisch — teilweise im gleichen Mandat. Ein Tool, das nur auf Englisch gut funktioniert, scheidet für viele Workloads aus.

Workflow-Integration: Lässt sich das Tool in bestehende Arbeitsabläufe einbinden, insbesondere in Microsoft Word?

Die wichtigsten Tools im Überblick

DeepLaw

DeepLaw ist eine in der Schweiz entwickelte Plattform, die sich auf den Zugang zu Schweizer Rechtsquellen spezialisiert hat. Die Datenbank umfasst Bundesrecht (laufend synchronisiert via Fedlex), kantonales Recht (über Lexfind, in der jeweiligen Amtssprache des Kantons) sowie Gerichtsentscheide ab 1954. Sprachlich werden Entscheide automatisch in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch übersetzt.

Datenschutzseitig ist DeepLaw ISO 27001:2022 zertifiziert, verarbeitet Anfragen ausschliesslich auf Schweizer Servern und gibt an, keine nutzeridentifizierenden Logs zu speichern.

Für Kanzleien, deren Hauptbedarf in der Quellensuche liegt — also dem Auffinden von Gesetzen und Entscheiden — ist DeepLaw eine gut positionierte Option.

Lexi Search

Lexi Search ermöglicht die Suche in Schweizer Gerichtsentscheiden über natürliche Sprache, ohne dass exakte Stichwörter nötig sind. Die Plattform deckt Bundesgerichtsentscheide und kantonale Rechtsprechung ab, bietet integrierte Übersetzungen und kann über offene MCP-Standards in bestehende KI-Workflows eingebunden werden. Das Modell basiert auf einer Flatrate ohne Abrechnung pro Anfrage.

Lexi Search richtet sich an Juristinnen und Juristen, die schnell in die Rechtsprechungssuche einsteigen möchten — ohne aufwendige Konfiguration.

Lexplorer

Lexplorer ist eine API- und MCP-basierte Rechercheinfrastruktur für Schweizer Rechtsquellen. Die Plattform bietet programmatischen Zugriff auf über 660.000 Bundes- und Kantonsentscheide, Gesetzesartikel und juristische Literatur — mit kombinierter Vektoren- und semantischer Suche sowie Zero-Data-Retention auf Schweizer Infrastruktur.

Lexplorer richtet sich primär an Entwicklerinnen und Entwickler sowie an Unternehmen, die Legal Research in eigene Applikationen, Wissensmanagement-Systeme oder Mandantenportale integrieren möchten. CASUS arbeitet aktuell mit Lexplorer zusammen, um die Legal-Research-Funktion mit deren Dateninfrastruktur zu verbinden.

Omnilex

Omnilex ist eine in Zürich entwickelte Legal-AI-Plattform mit eigenem Multi-Agenten-Framework für quellenbasierte Antworten auf komplexe Rechtsfragen nach Schweizer Recht. Die Plattform umfasst über 200.000 KI-generierte Rechtsanmerkungen, Dokumenten-Upload für eigene Unterlagen sowie verschiedene Module — darunter ein Word Add-In, Playbooks, Grid und Cases. Omnilex ist inzwischen bei über 120 Organisationen im DACH-Raum im Einsatz.

Für Kanzleien und Inhouse-Teams, die neben der Recherche auch Kommentarfunktionen und strukturierte Dokumentenanalyse suchen, ist Omnilex ein vollständig ausgebautes Angebot.

CASUS: Recherche direkt im Arbeitsprozess

CASUS ist eine Schweizer Legal-AI-Plattform, die als Microsoft-Word-Add-in und WebApp verfügbar ist. Hosting erfolgt in der Schweiz und der EU; es findet keine Datenübertragung in die USA statt. Zero Data Retention und kein Human Review sind dabei keine Marketingaussagen, sondern konfigurierbare Betriebsparameter.

Der Legal-Research-Modus ist direkt in den AI-Chat eingebettet. Zugriff besteht auf über 660.000 Bundes- und Kantonsentscheide sowie auf Gesetzesartikel. Was das in der Praxis bedeutet: Relevante Erwägungen werden in den Suchergebnissen direkt hervorgehoben, und eine Vorschau des Entscheidungsinhalts erscheint inline in der Antwort — ohne dass man zum Volltext wechseln muss.

Die Ausgaben sind quellenbasiert, strukturiert und nachvollziehbar. CASUS liefert keine generischen Internettexte, sondern Risikoanalysen zu Rechtspositionen mit Risikotreibern, Pro-/Contra-Argumentationslinien und konkreten Handlungsempfehlungen — etwa ob eine Position gehalten, ein Fallback angeboten oder eine Zusatzklausel eingefügt werden soll.

Was CASUS von reinen Suchmaschinen unterscheidet: Die Rechercheergebnisse lassen sich direkt weiterverarbeiten. Via Chat-Aktionen können Klauseln aus der Recherche ins Dokument eingefügt, Begründungen für interne Einschätzungen formuliert oder Texte angepasst werden — alles ohne Medienbruch, direkt in Word.

Mehr dazu auf der Legal-Research-Produktseite.

Recherche als Teil eines grösseren Workflows

Legal Research ist selten ein isolierter Schritt. Wer einen Vertrag prüft, braucht oft beides: den Blick in die Rechtsprechung und die Analyse des vorliegenden Dokuments.

CASUS verbindet beides in einer Plattform. Der Risk & Quality Review identifiziert Risiken und Schwachstellen direkt im Vertrag, der Benchmark-Workflow prüft das Dokument gegen interne Playbooks oder Branchenstandards. Das AI-Proofread sichert sprachliche und formale Konsistenz vor dem Versand.

Für umfangreichere Prüfungen — etwa im Rahmen von Due-Diligence-Prozessen — erlaubt der AI Data Room die parallele Analyse von Dutzenden oder Hunderten von Dokumenten mit strukturierter Tabellenausgabe.

Wer Recherche, Dokumentenanalyse und Texterstellung in einem Tool bündeln möchte, findet mit CASUS eine Plattform, die für den Schweizer Kontext gebaut wurde.

Was generische KI-Tools leisten — und wo sie enden

ChatGPT und vergleichbare Modelle werden im Alltag von Juristinnen und Juristen genutzt, um Texte zu strukturieren, Argumente zu formulieren oder erste Überblicke zu gewinnen. Das ist legitim und spart Zeit.

Aber: Allgemeine Sprachmodelle haben keine Anbindung an aktuelle Schweizer Rechtsprechung. Sie können keine Bundesgerichtsentscheide vom letzten Jahr zitieren, weil sie diese nicht kennen. Quellen werden weder ausgewiesen noch sind sie überprüfbar. Wer damit Rechtspositionen begründet, arbeitet auf unsicherem Fundament.

Für orientierende Überlegungen brauchbar — für belastbare juristische Recherche nicht geeignet.

CASUS ausprobieren

Schweizer Kanzleien und Inhouse-Legal-Teams, die strukturierte Rechtsrecherche mit direkter Word-Integration testen möchten, können CASUS kostenlos starten. Alle Daten bleiben in der Schweiz oder der EU, ohne Übertragung in die USA.

Jetzt kostenlos testen — oder mehr zur Datensicherheit und zum Hosting erfahren.

FAQ

Welche Schweizer Rechtsquellen deckt CASUS ab?

CASUS bietet Zugriff auf über 660.000 Bundes- und Kantonsentscheide sowie auf Gesetzesartikel. Relevante Erwägungen werden direkt in den Suchergebnissen hervorgehoben; eine Inhaltsvorschau der Entscheide erscheint inline in der Antwort.

Ist CASUS mit dem Schweizer Anwaltsgeheimnis vereinbar?

CASUS verarbeitet Daten ausschliesslich in der Schweiz und der EU. Es findet keine Datenübertragung in die USA statt. Zero Data Retention und kein Human Review sind konfigurierbare Betriebsparameter, keine Marketingversprechen.

Was unterscheidet juristische KI-Tools von allgemeinen Sprachmodellen wie ChatGPT?

Spezialisierte Legal-AI-Tools sind an aktuelle Rechtsdatenbanken angebunden und weisen Quellen transparent aus. Allgemeine Modelle wie ChatGPT haben keinen Zugriff auf aktuelle Schweizer Rechtsprechung und können keine verifizierbaren Quellenangaben liefern.

Funktioniert CASUS direkt in Microsoft Word?

Ja. CASUS ist als Microsoft-Word-Add-in verfügbar. Rechercheergebnisse, Formulierungsvorschläge und Dokumentänderungen können ohne Medienbruch direkt im Dokument angewendet werden.

Was liefert der Legal-Research-Modus von CASUS konkret?

Der Legal-Research-Modus liefert strukturierte Risikoanalysen zu Rechtspositionen mit Risikotreibern, Pro-/Contra-Argumentationslinien und Handlungsempfehlungen. Die Ergebnisse lassen sich direkt für interne Einschätzungen, Klauselbegründungen oder Textanpassungen weiternutzen.

Kann CASUS auch für Due-Diligence-Recherchen genutzt werden?

Der AI Data Room von CASUS erlaubt die parallele Analyse von Dutzenden oder Hunderten von Dokumenten. Inhalte werden in strukturierten Tabellen ausgegeben, was sich für Klausel-Matrizen, Compliance-Checks und Due-Diligence-Prozesse eignet.

Welche Sprachen unterstützt CASUS?

CASUS ist für die mehrsprachige Schweizer Kanzleiwelt konzipiert und unterstützt Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch.

Was ist der Unterschied zwischen CASUS, DeepLaw und Omnilex?

DeepLaw ist eine spezialisierte Suchlösung für Schweizer Rechtsquellen mit breiter Quellenabdeckung. Omnilex bietet KI-generierte Rechtskommentare und modulare Dokumentenanalyse. CASUS kombiniert Legal Research mit Vertragsanalyse, Dokumentenbearbeitung und Word-Integration in einer Plattform — Recherche und Arbeitsprozess sind damit direkt verbunden, ohne Medienbruch.

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