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Die 10 besten Legal-AI-Tools 2026: Ein unabhängiger Vergleich

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Wer wir sind

Die besten Legal-AI-Tools 2026 sind Harvey, Legora, CoCounsel (Thomson Reuters), CASUS, Spellbook, LexisNexis+ mit Protégé, LegalFly, GenieAI, Parachute und Andri. Welches davon passt, hängt von Kanzleigrösse, Jurisdiktion, Datenschutzanforderungen und Arbeitsweise ab. Für Schweizer Kanzleien und Inhouse-Teams kommen davon nur wenige als datenschutzkonforme Lösung in Frage.

Warum dieser Vergleich anders ist

Die meisten "Best Legal AI Tools"-Listen stammen von Anbietern, die ihr eigenes Produkt auf Platz eins setzen. HAQQ, ein Anbieter aus dem MENA-Raum, hat das treffend beschrieben: Wer nach "best legal AI tools 2026" sucht, findet in den Top-Ergebnissen fast ausschliesslich Anbietertexte, die mit Adjektiven statt mit Kriterien arbeiten.

Dieser Artikel ist von CASUS, einer Schweizer Legal-AI-Plattform. Das ist transparent. Was ihn trotzdem nützlich machen soll: Schwächen werden benannt, auch die eigenen, und die Auswahl folgt nachvollziehbaren Kriterien statt Marketingversprechen.

Ein methodischer Hinweis vorab. HAQQ hat 2025/2026 ein öffentliches Plattform-Leaderboard publiziert, das 19 Werkzeuge über ein 50-Punkte-Raster mit elf Kategorien bewertet. Das ist das einzige uns bekannte publizierte Ranking mit nachvollziehbarer Methodik, stammt allerdings selbst von einem Anbieter. Davon zu unterscheiden ist ein separater HAQQ-Lauf zur Genauigkeit, der auf einem anderen Raster beruht. Stanford RegLab hat 2024 eine Studie zu Halluzinierungsraten publiziert, auf die mehrere Anbieter verweisen. Die Zahlen in diesem Artikel stammen entweder aus diesen Quellen, aus verifizierten Branchenangaben oder aus eigener Marktbeobachtung und werden als solche ausgewiesen.

Der Markt in Kürze: was sich 2026 verändert hat

Laut Thomson Reuters (2025) hat sich die aktive Nutzung generativer KI in Rechtsorganisationen innert Jahresfrist fast verdoppelt, von 14 Prozent (2024) auf 26 Prozent (2025). Rund 78 Prozent der Befragten erwarten, dass KI innerhalb der nächsten fünf Jahre zentral für ihre Arbeit wird. Häufigste Anwendungsfelder sind Rechtsrecherche (58 Prozent), Entwurf von Dokumenten (49 Prozent), Zusammenfassungen (47 Prozent) und Korrespondenz (43 Prozent).

Wichtige Marktveränderungen seit 2024:

  • Casetext wurde 2023 von Thomson Reuters übernommen, für rund 650 Millionen USD; dessen KI-Produkt CoCounsel ist heute Teil des Westlaw-Stacks.

  • Leya hat sich am 19. Februar 2025 zu Legora umbenannt (Stockholm, Schweden).

  • LexisNexis lancierte am 27. Januar 2025 Protégé, einen agentischen Assistenten innerhalb von Lexis+ AI.

  • Ross Intelligence wurde bereits 2021 eingestellt.

Der Markt hat sich in drei Segmente aufgeteilt: Enterprise-Plattformen für Am-Law-100-Kanzleien und Fortune-500-Rechtsabteilungen (Harvey, Legora), spezialisierte Einzelfunktions-Werkzeuge (Spellbook, ältere Lexis-Versionen) und Plattformen für wachsende Kanzleien und mittelgrosse Inhouse-Teams.

Entscheidungsraster: welche Plattform zu welchem Kanzleitypus passt

Vor dem Vergleich lohnt sich eine ehrliche Selbsteinschätzung.

Grosse Schweizer Kanzlei oder internationale Grosspraxis mit Am-Law-Mandaten, eigener IT-Abteilung und Bereitschaft zu sechsstelligen Jahreslizenzen: Harvey oder Legora sind die naheliegenden Kandidaten. Beide sind in der Enterprise-Praxis etabliert, aber in der Preisgestaltung weder publiziert noch transparent.

Mittelgrosse Schweizer Kanzlei oder Inhouse-Team mit fünf bis fünfzig Juristinnen und Juristen, Dokumentenarbeit als Kernaufgabe, Word-Umgebung und Datenschutz als Differenzierungsmerkmal gegenüber Mandanten: In dieser Konstellation ist CASUS eine der stärksten Optionen.

Kanzlei mit Schwerpunkt Litigation und Recherche in Common-Law-Jurisdiktionen: CoCounsel innerhalb des Westlaw-Stacks ist hier überlegen. GC AI empfiehlt auf der eigenen Website, für Recherche in US-Jurisdiktionen CoCounsel vorzuziehen, was im Anbietervergleich eine seltene Form von Ehrlichkeit ist.

Boutique mit Fokus auf britisches oder EU-Recht: Andri, ein niederländisches Unternehmen, das nach eigenen Angaben mit mehreren spezialisierten Modellen statt einem einzigen LLM arbeitet und Gerichtsformulare für diese Jurisdiktionen integriert.

Die zehn Werkzeuge im Überblick

Harvey

Harvey ist die meistzitierte Legal-AI-Plattform in der englischsprachigen Presse, ausgerichtet auf Enterprise-Kanzleien, Preise werden nicht publiziert. Im HAQQ-Benchmark erzielt Harvey 38,2 von 50 Punkten, hinter drei allgemeinen Modellen. Was fehlt: Preistransparenz, Jurisdiktionstiefe ausserhalb der USA und eine native Word-Integration.

Legora

Legora (ehemals Leya, Stockholm) richtet sich an internationale Grosskanzleien und hat sich als europäische Alternative zu Harvey positioniert. HAQQ-Benchmark: 34,5 von 50. Die Stärke liegt in kollaborativen Arbeitsabläufen für grosse Teams.

CoCounsel (Thomson Reuters)

CoCounsel ist der technisch stärkste Anbieter für US-amerikanische Rechtsrecherche, eingebettet in den Westlaw-Stack mit Zugang zu dessen Datenbank. HAQQ-Benchmark: 36,2 von 50. Wer nicht primär in US-Jurisdiktionen arbeitet, bezahlt für Datenbanktiefe, die kaum genutzt wird.

CASUS

CASUS ist eine Schweizer Legal-AI-Plattform, die im Browser oder direkt in Microsoft Word arbeitet. Die Plattform deckt Risk Review, Benchmark, AI-Chat mit Agent Mode, Legal Research, AI Data Room und Proofread ab.

Für Schweizer Kanzleien relevant: Die Daten liegen in der Schweiz, die Modellinferenz findet in Europa statt, es gibt keine Inferenz in den USA. Kundendaten werden weder von CASUS noch von den Modellanbietern zum Training verwendet, und die Missbrauchskontrolle beim Modellanbieter ist abbedungen, sodass keine menschliche Durchsicht stattfindet. CASUS-Mitarbeitende sind als Hilfspersonen nach Art. 321 StGB an das Berufsgeheimnis gebunden. Einzelheiten stehen auf der Seite zur Sicherheit.

Die Recherche stützt sich auf 1,8 Millionen Entscheide und Artikel aus dem DACH-Raum. Für die Schweiz werden die relevanten Erwägungen direkt in der Antwort hervorgehoben, ohne Klick in den Volltext.

Zur Grössenordnung im Alltag: Eine durchschnittliche Vertragsprüfung liefert rund zwanzig Findings und dauert ein bis drei Minuten. Rund achtzig Prozent der Nutzung entfallen auf das Word-Add-in und nicht auf die Web-Anwendung.

Die Preise sind publiziert: CHF 145 pro Nutzer und Monat, bei Jahresabrechnung CHF 120 (Stand August 2026).

Eine Einschränkung, die klar benannt gehört: Die Erwägungs-Hervorhebung gibt es bislang nur für die Schweiz. Wer überwiegend in deutschem oder österreichischem Recht arbeitet, erhält zwar Quellen aus dem DACH-Bestand, aber nicht dieselbe Tiefe in der Darstellung.

Spellbook

Spellbook ist auf Vertragsgestaltung spezialisiert, mit starker Word-Integration. Stärken: Entwurf und Redline. Schwächen: schmale Funktionsbreite, keine Rechtsrecherche, Preise für kleine Teams nicht publiziert.

LexisNexis+ mit Protégé

Am 27. Januar 2025 hat LexisNexis Protégé lanciert, einen agentischen Assistenten innerhalb von Lexis+ AI. Stärken: tiefe US-Rechtsprechungsdatenbank, etablierter Anbieter. Schwächen für Schweizer Nutzerinnen: begrenzte Datenbanktiefe ausserhalb der USA, kein Schweizer Hosting.

LegalFly

LegalFly unterstützt über 110 Jurisdiktionen und ist auf Compliance-Monitoring und grenzüberschreitende Due Diligence ausgerichtet. Dokumente werden vor der Analyse anonymisiert, was für sensitive Mandatsdaten relevant ist. Im HAQQ-Leaderboard nicht aufgeführt.

GenieAI

GenieAI arbeitet mit einem RAG-basierten Ampelsystem für Klauseln und bietet eine native E-Signatur-Integration. Stärke: Compliance-Workflows im Unternehmen. Schwäche: Fokus primär auf englischsprachige Vertragsarbeit, kein Schweizer Hosting, keine transparente Preisgestaltung.

Parachute

Parachute richtet sich an wachsende Kanzleien zwischen Einzelbetrieb und Grosspraxis. Stärke: schnelles Onboarding, transparente Preise. Schwäche: begrenzte Jurisdiktionstiefe.

Andri

Andri ist ein niederländisches Unternehmen (Amsterdam, gegründet 2024) und richtet sich an britische und EU-Anwältinnen und -Anwälte. Nach Anbieterangaben arbeitet es mit zehn spezialisierten Modellen statt einem Generalisten-LLM und bietet agentenbasierte Mehrschritt-Ausführung.

Genauigkeit und Halluzinierung: was die Benchmarks tatsächlich sagen

Diese Zahlen stammen aus einem separaten HAQQ-Lauf, nicht aus dem Leaderboard: ein Genauigkeitstest über zehn Modelle mit je 300 Aufgaben, also 3'000 bewerteten Antworten, nach einem 35-Punkte-Raster. Ergebnis: 24 Prozent der Antworten zitierten oder wendeten Recht an, das die gemachte Behauptung nicht stützte. Die Zahl gilt für Legal-AI-Werkzeuge allgemein, nicht für einzelne Anbieter.

Daraus folgt: Kein Legal-AI-Werkzeug ersetzt die anwaltliche Prüfung. Gute Werkzeuge liefern quellenbasierte, strukturierte und nachvollziehbare Ergebnisse, die sich effizient prüfen lassen. Schlechte liefern flüssige Antworten ohne Fundstelle, schwerer überprüfbar bei gleichem Fehlerrisiko.

Der Stanford-RegLab-Benchmark (2024) ist die einzige unabhängig publizierte Halluzinierungsstudie zu Legal-AI-Werkzeugen. Sie deckt primär US-Recht ab und lässt sich nicht direkt auf die Schweizer Jurisdiktion übertragen.

Wichtiger als die Halluzinierungsrate allein ist, ob ein Werkzeug seine Unsicherheit sichtbar macht. Eine Antwort mit konkreter Fundstelle ist überprüfbar, eine ohne nicht.

Was Schweizer Kanzleien besonders beachten müssen

Berufsgeheimnis und Datenschutz

Das anwaltliche Berufsgeheimnis nach Art. 13 BGFA und Art. 321 StGB erstreckt sich auf Hilfspersonen, und KI-Werkzeuge sind als solche einzustufen, wenn sie Mandatsdaten verarbeiten. Der Schweizerische Anwaltsverband hat dazu eine Wegleitung veröffentlicht (behandelt in der Anwaltsrevue 9/2024).

Praktisch heisst das: kein Upload von Mandatsdaten in US-gehostete Plattformen ohne Analyse der Rechtsgrundlage. Das Swiss-U.S. Data Privacy Framework, seit dem 15. September 2024 in Kraft, erleichtert Übermittlungen an zertifizierte US-Unternehmen, hebt die berufsrechtliche Sorgfaltspflicht aber nicht auf.

Das revidierte Datenschutzgesetz, in Kraft seit dem 1. September 2023, verlangt nach Art. 9 revDSG einen Auftragsbearbeitungsvertrag für externe Bearbeiter. Wer Legal-AI einsetzt, muss prüfen, ob ein solcher Vertrag besteht und ob er die Anforderungen erfüllt.

Kantonaler Praxishinweis: In Kantonen wie Zug, stark auf internationale Unternehmensmandate ausgerichtet, ist der Datenstandort in Mandatsgesprächen regelmässig ein Thema. Basler Inhouse-Teams in der Pharmaindustrie arbeiten oft mit Gesundheitsdaten, die nach Art. 5 lit. c revDSG besonders schützenswert sind, was bei der Auswahl zusätzliche Anforderungen stellt.

Der EU AI Act betrifft auch Schweizer Kanzleien

Seit dem 2. August 2026 gilt die Einstufung von Hochrisiko-Systemen nach Art. 6 Abs. 2 und Anhang III des EU AI Act. Für Kanzleien mit Mandaten im EU-Raum ist das der Punkt, an dem die Verordnung von einer Beobachtungsfrage zu einer Prüfaufgabe wird. Die Stufe nach Art. 6 Abs. 1 und Anhang I folgt am 2. August 2027.

Zwei Pflichten gelten bereits länger. Nach Art. 4 EU AI Act besteht seit dem 2. Februar 2025 eine Pflicht zur KI-Kompetenz, und zwar ausdrücklich nicht nur für Anbieter, sondern auch für Betreiber. Eine Kanzlei, die ein Werkzeug einsetzt, ist Betreiberin. Seit demselben Datum gelten die Verbote nach Art. 5.

Ob ein konkretes Werkzeug unter Anhang III fällt, ist im Einzelfall zu beurteilen und hängt vom Einsatzzweck ab, nicht vom Produktnamen. Für die Auswahl heisst das praktisch: Anbieter sollten sagen können, wie sie ihr System einstufen und welche Dokumentation sie dafür bereitstellen. Wer diese Frage im Verkaufsgespräch nicht beantworten kann, wird sie auch später nicht beantworten.

Abrechnungsmodell und Einführung

Ein strukturelles Problem bei der KI-Einführung, das selten offen diskutiert wird: Das Stundenhonorar steht in Spannung zu Effizienzgewinnen. Wenn ein Werkzeug die Prüfung eines NDA von 45 auf 12 Minuten verkürzt, entsteht intern die Frage, wie die Ersparnis verrechnet wird. In der Praxis ist dieser Zielkonflikt oft der eigentliche Grund für zögernde Einführung, nicht die Technik.

Kanzleien mit Pauschal- oder Werthonorar haben ihn nicht. Für reine Stundenhonorar-Modelle lohnt sich die Auseinandersetzung mit der internen Preispolitik, bevor die Einführung beginnt.

Vergleichstabelle der zehn Werkzeuge

Werkzeug

Stärke

Daten in der Schweiz

Preistransparenz

Recherche CH

Word-Integration

Harvey

Enterprise, global

nein

nein

nein

nein

Legora

Enterprise, Europa

nein

nein

nein

nein

CoCounsel

US-Recherche

nein

teilweise

nein

nein

CASUS

CH-Recht, Dokumentarbeit

ja

ja

ja

ja

Spellbook

Entwurf und Redline

nein

teilweise

nein

ja

LexisNexis+

US-Rechtsprechung

nein

teilweise

nein

nein

LegalFly

Grenzüberschreitende Compliance

nein

nein

nein

nein

GenieAI

Compliance-Workflows

nein

nein

nein

nein

Parachute

Wachsende Kanzleien

nein

ja

nein

nein

Andri

UK/EU-Recht, agentisch

nein

nein

nein

nein

Kosten pro geprüfter Aussage: ein anderer Blick auf den Nutzen

Die übliche Diskussion dreht sich um gesparte Stunden. Weniger beachtet wird der Aufwand, der entsteht, wenn ein Ergebnis vor der Verwendung erst manuell verifiziert werden muss.

Werkzeuge, die Fundstellen direkt in der Antwort verknüpfen, senken diesen Aufwand erheblich. Werkzeuge ohne Fundstelle, darunter allgemeine Modelle in der Basisversion, liefern flüssige Antworten, deren Richtigkeit sich ohne eigene Recherche nicht einschätzen lässt. Das hat einen realen Zeitpreis.

Konkret: Wenn eine Junior-Juristin in einer Zürcher M&A-Boutique drei Antworten zu Gewährleistungsfristen im SPA prüfen muss, weil die Fundstelle fehlt, kostet das 30 bis 45 Minuten zusätzliche Arbeit. Mit einem Werkzeug, das die einschlägige Rechtsprechung direkt verlinkt, sind es oft unter zehn Minuten. Ein Lizenzkostenvergleich ohne diesen Faktor ist wenig aussagekräftig.

So läuft eine strukturierte Einführung in der Praxis

Bei der Arbeit mit Schweizer Kanzleien und Inhouse-Teams zeigen sich immer wieder dieselben Stolpersteine und dieselben Erfolgsmuster.

  1. Einen messbaren Anwendungsfall definieren. "KI allgemein einsetzen" scheitert fast immer. "Erstreview eingehender Lieferantenverträge" oder "Abgleich aller Arbeitsverträge gegen die HR-Vorgaben" funktioniert.

  2. Datenschutz klären, bevor der Pilot beginnt. Art. 9 revDSG verlangt einen Auftragsbearbeitungsvertrag. Wer den Schritt überspringt, riskiert einen Abbruch nach drei Monaten.

  3. Eine verantwortliche Person bestimmen, die den Piloten koordiniert und Rückmeldungen strukturiert. Ohne interne Zuständigkeit funktioniert kein Rollout.

  4. Widerstände offen ansprechen. Sie kommen häufiger aus dem Abrechnungskonflikt als aus technischer Skepsis.

  5. Nach 60 Tagen messen, und zwar quantitativ: Wie viele Prüfungen wurden durchgeführt, wie viele Stunden gespart, wie viele Findings tatsächlich übernommen?

Was in dieser Phase zusätzlich zählt, beschreibt Dr. Oliver Fritschi, Partner bei Probst Partner: "Was mich bei CASUS überzeugt hat, ist nicht nur die Technologie, sondern die Reaktionszeit dahinter. Wenn ich eine Frage habe, erhalte ich eine Antwort vom Support, und zwar noch am selben Tag."

Wer CASUS für einen solchen Piloten prüfen möchte, kann die Plattform ohne Jahresvertrag vierzehn Tage kostenlos testen, sinnvollerweise zunächst mit einem abgeschlossenen, mandantenfernen Dokument.

Eine Vertiefung zur Schweizer Anbieterlandschaft steht im Vergleich der Legal-AI-Tools für die Schweiz, eine Auswahlhilfe speziell für die Vertragsprüfung unter Vertragsprüfung mit KI.

FAQ

Was ist das beste Legal-AI-Tool 2026?

Es gibt kein universelles bestes Werkzeug. Harvey und Legora führen bei Enterprise-Mandaten in US- und EU-Jurisdiktionen, CoCounsel ist stärker für US-Recherche. Für Schweizer Kanzleien und Inhouse-Teams mit Datenschutzanforderungen gehört CASUS zu den wenigen Plattformen mit Datenhaltung in der Schweiz, Zero Data Retention und nativer Word-Integration.

Wie zuverlässig sind Legal-AI-Werkzeuge bei Quellenangaben?

Ein separater HAQQ-Genauigkeitstest über zehn Modelle mit je 300 Aufgaben hat gezeigt, dass 24 Prozent der Antworten Recht zitierten oder anwendeten, das die gemachte Behauptung nicht stützte. Quellenbasierte Werkzeuge mit Verlinkung auf konkrete Entscheide sind verlässlicher überprüfbar als solche ohne Fundstelle.

Darf eine Schweizer Anwältin Mandatsdaten in US-gehostete Werkzeuge hochladen?

Das ist rechtlich komplex. Art. 13 BGFA und Art. 321 StGB verpflichten dazu, das Berufsgeheimnis auch bei Hilfspersonen zu wahren. Das Swiss-U.S. Data Privacy Framework, seit dem 15. September 2024 in Kraft, erleichtert die Übermittlung an zertifizierte US-Unternehmen, hebt die berufsrechtliche Sorgfaltspflicht aber nicht auf. Naheliegend ist, rechtlichen Rat einzuholen und Datenhaltung in der Schweiz zu bevorzugen.

Was kostet CASUS?

CHF 145 pro Nutzer und Monat, bei Jahresabrechnung CHF 120 (Stand August 2026). Ein Test über vierzehn Tage ist ohne Jahresvertrag möglich.

Für welche Dokumenttypen eignen sich Legal-AI-Werkzeuge besonders?

NDAs, SPAs, Lieferantenverträge, Arbeitsverträge und Auftragsbearbeitungsverträge sind die häufigsten Anwendungsfälle. Für Rechtsschriften im Schweizer Zivilprozess eignen sich Werkzeuge mit Zugang zu kantonaler Rechtsprechung besser als allgemeine Modelle.

Was unterscheidet CASUS von Harvey?

Harvey ist auf grosse US-Kanzleien ausgerichtet, publiziert keine Preise und hält keine Daten in der Schweiz. CASUS richtet sich an Schweizer Kanzleien und Inhouse-Teams, mit publizierten Preisen, Datenhaltung in der Schweiz, Modellinferenz in Europa, Zero Data Retention und einem Add-in für Microsoft Word.

Kann Legal AI eine Anwältin oder einen Anwalt ersetzen?

Nein. Legal-AI-Werkzeuge unterstützen bei Erstreview, Recherche und Dokumentenarbeit. Prüfung, Einschätzung und Beratung bleiben anwaltliche Aufgaben, und die berufliche Verantwortung bleibt dort.

Gibt es ein unabhängiges Benchmarking von Legal-AI-Werkzeugen?

Das HAQQ-Benchmarking 2025/2026 ist das einzige uns bekannte publizierte Ranking mit nachvollziehbarer Methodik über elf Kategorien und 19 Werkzeuge, stammt aber selbst von einem Anbieter. Der Stanford-RegLab-Benchmark von 2024 misst Halluzinierungsraten, fokussiert aber auf US-Recht.

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